Black Eyed Peas – The Beginning (Album Review)

Black Eyed Peas haben meiner Meinung nach eine unheimlich starke Entwicklung in den letzten Jahren gemacht. Leider in die falsche Richtung. Es gibt quasi keine „Band“ die so unglaublich schnell die qualitative Talfahrt hinter sich gebracht hat wie die Black Eyed Peas. Zunächst wurden meine Ohren in der letzten Zeit durch die erste Single-Auskopplung „The Time (Dirty Bit“ gereizt (einem Remake des ultra-nervigen Time of my Life Hits).

Ich dachte eigentlich, dass die Zeiten von Auto-Tune nun endlich abklingen würden (Auto-Tune bedeutet in diesem Fall, die extreme Bearbeitung von Stimmen, so dass sie sehr unnatürlich klingen). Doch Black Eyed Peas haben diesen schlechten Trend wohl zu spät mitbekommen und meinen jetzt auch noch mal ein ganzes Album mit dieser Stimmen-Vergewaltigung auf den Markt schmeißen zu müssen.  Damit wären wir auch beim ersten großen (riesigen) Kritikpunkt des Albums. Jeder Track des Albums beinhaltet die besagten Auto-Tune Vocals. Als einen teilweise verwendeten Effekt, kann man das ja noch ganz gut finden, aber ein ganzes Album? Können die Jungs und Mädels von Black Eyed Peas plötzlich überhaupt nicht mehr singen?

Mit 15 Tracks und einer Spieldauer von 1:05h hat das Album quantitativ schon einiges zu bieten. Musikalisch ist das alles teilweise mehr als fragwürdig. Das Hauptproblem des Albums ist meiner Meinung nach dessen eigene Identität. Was möchte das Album eigentlich sein? Vom ehemals eher RnB und Hip Hop angehauchten Style ist nichts mehr übrig geblieben. Jeder Beat sounded sehr elektronisch. Viele Tracks kommen im disco-typischen four-to-the-floor Gewand daher. Dies dann bei teilweise sehr langsamen 115 – 120 BPM. Dadurch wirkt das alles extrem plump und stampfig. Es erinnert sehr stark an deutschen Mallorca-Schlager. Aber wen wunderst das, die neue Zielgruppe von Black Eyed Peas scheint eben genau dort zu liegen. Der letzte Track des Albums „Play it loud“ bildet zum Abschluss nochmal den absoluten Negativ-Rekord in schrottigen Drums und Beats. Ab Sekunde 00:45 bis 3:45 läuft der EINE Loop (Bassdrum – Hihat – Snare – Bassdrum – Hihat – Snare…. usw.) ohne nur irgendeine Variation durch. Abgesehen davon, dass das todlangweilig ist, klingen die verwendeten Drumsounds einfach nur billig und anspruchslos. Natürlich wird in den gesamten 4:20min, die der Track dauert, auch kräftig mit Hilfe von Auto-Tune irgend ein Mist gesungen. Dabei verfehlt der „Sänger“ des Öfteren komplett das Timing und üble Klack-Geräusche mischen sich in den Track mit ein, was die Lieblosigkeit mit der dieser Track produziert wurde nochmals unterstreicht.

Somit komme ich auch zum weiteren riesigen Problem des Albums. Wie bereits erwähnt ist nicht ganz klar was das Album sein will. Es pendelt irgendwo zwischen Schlager, Partymusik und dann doch irgendwie eigener Note von Black Eyed Peas? Feststeht, man hat sich darauf geeinigt alle Tracks sehr elektronisch zu präsentieren. Das Problem an der Sache ist leider, es gibt auf der Welt tausende Produzenten die sich ihr ganzes Leben damit beschäftigen elektronische Musik zu basteln. Nun kommen Black Eyed Peas daher und meinen auch elektronische Beats zu präsentieren, weil diese vielleicht zur Zeit sehr angesagt sind. Leider können diese ganzen Beats so gar nicht mit den Top-Produzenten aus dem Genre mithalten. Dass was Black Eyed Peas da präsentieren ist einfach nur peinlich, verglichen mit dem was heutzutage an komplexen soundtechnisch einfach nur beeindruckenden elektronischen Tracks produziert wird. Mit dem Album „the Beginning“ bedienen sich Black Eyed Peas eines Genres ohne darin ansatzweise konkurrenzfähig zu sein.

Black Eyed Peas hätten sich selbst einen Gefallen getan, wenn sie weiterhin versucht hätten ihren eigenen Sound zu finden und diesen dann zu perfektionieren. So kratzen sie jeweils an der Genre-Oberfläche die gerade angesagt ist, ohne dabei neue Maßstäbe zu setzen. Im Gegenteil, sie schmeißen Tracks auf den Markt hinter denen keiner der Produzenten, Sänger und wer noch alles beteiligt ist wirklich steht.

Somit komme ich nun zu meinem Fazit: Das neue Black Eyed Peas Album klingt schlicht belanglos. Das Sounddesign ist ein Armutszeugnis und über eine Stunde Auto-Tune ist völlig bescheuert!

The second spyera iphone 4 problem is that there is no traditional all mail inbox where I can look through every piece of mail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.